Quest Update

Christian Huberts

"All work and no pay makes Chris a dull boy."

Darum sucht er jederzeit nach spannenden Aufträgen als Freiberufler und/oder einer Festanstellung in den Bereichen Gaming, Kulturvermittlung, Öffentlichkeitsarbeit, Kuration, Beratung, Lehre, Forschung, Recherche, Kulturjournalismus, Redaktion oder Lektorat. Mehr zu seinem Profil gibt es hier im Blog, auf der offiziellen Homepage sowie bei Xing und torial.

Christian freut sich über konkrete Hinweise und faire Angebote!


Donnerstag, 17. Oktober 2013

(Anti-)Helden der Kindheit, Gegenwart und Zukunft

"Heiliger Rückblick, Batman!" Eine kurze Zusammenfassung meiner letzten Heldentaten als mächtiger Kulturwissenschaftler™:


Helden der Kindheit


Am 15. Oktober 2013 ist nun endlich die Anthologie »Helden der Kindheit« erschienen. 50 Autor*innen schreiben über die Helden ihrer Kindheit, illustriert von Felix Scheinberger und Rüdiger Quass von Deyen sowie 40 Nachwuchskünstler*innen der Fachhochschule Münster. Ich bin mit einem Text über den Möchtegern-Piraten Guybrush Threepwood dabei:
Tief in der Karibik. Ein blonder Junge mit dunkler Kniebundhose und weißem Puffärmelhemd zieht aus, um ein mächtiger Pirat™ zu werden. Guybrush Threepwood – der Held der Point&Click-Adventure-Serie Monkey Island (1990 – 2009) – sieht sich einer bürokratischen (Spiel-)Welt ausgesetzt, die er nur mit viel Witz, Kombinationsgabe und der außerordentlichen Fähigkeit, zehn Minuten die Luft anhalten zu können, erfolgreich meistert. Trotz der großen Pointen, gestaltet sich das melancholischer als es der humoristische Ruf von The Secret of Monkey Island vermuten lässt. Luft anhalten. […]
Weitere Informationen und Neuigkeiten zum Buch und den anstehenden Lesungen gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite. Wer schon immer mal einer Büchergilde beitreten wollte, bekommt das Ding dort für schlanke 19,95 €, alle anderen kaufen etwas teurer bei Amazon.de. Und hier noch ein schicker Trailer der Agentur Spielhoff & Klatt zur Anthologie:



Lust auf Folterspiele?


Das neue »Grand Theft Auto V« macht nicht nur ob der spektakulären Verkaufszahlen Schlagzeilen, sondern auch auf Grund einer diskussionswürdigen Folter-Mission. Dennis Kogel hat alle relevanten Reaktionen sehr gut auf Superlevel zusammengefasst. Meinen Beitrag zum Diskurs habe ich bei der Radiosendung für Medien und digitale Kultur Breitband im Deutschlandradio Kultur geleistet. Unter dem Motto »Lust auf Folterspiele?« gebe ich differenziert Auskunft zu den Ursachen, dem Inhalt und der Bedeutung der Diskussion zu Folter in Computerspielen. Hier kann man das Interview nachhören:




Hate Plus


Auch auf meinem Lieblings-Gaming-Blog Superlevel war ich wieder mal zu Besuch. Als großer Christine Love-Fanboy habe ich mir ihre neuste Visual Novel »Hate Plus« genauer angeschaut und bin zu einem eher durchwachsenen Urteil gekommen:
Was Hate Plus davon abhält, die Genialität seines Vorgängers zu erreichen, ist eine Reihe unglücklicher Design-Entscheidungen. […] Darüber hinaus fehlt es dem Spiel einfach an Höhepunkten. Ist das Rätsel um die gesellschaftliche Degenerierung an Bord der Mugunghwa plausibel aufgelöst, ist die Visual Novel auch schon vorbei. Da hat Analogue, mit einem kurzweiligen Text-Adventure-Finale, deutlich mehr zu bieten. So ist Hate Plus nur Freunden des Vorgängers zu empfehlen, alle anderen sol-_-_-_-+

Und zu guter Letzt noch mein erstes eigenes Reaction-GIF. Einzusetzen für Montage (morgens), Nachfragen zu meiner Promotion und bei den jüngsten Entgleisung der Gaming-Blogosphäre – also known as "Haltung":


Donnerstag, 3. Oktober 2013

researching games 2013 – Mythos Kulturgut: Thesen zur Zukunft des Computerspiels als Kultur

Am 28. und 29. September 2013 fand erneut das Barcamp »researching games« in Wiesbaden statt. Kollege Felix Schröter war sehr schnell und hat schon einen Bericht dazu geschrieben. Wie schon in den Jahren 2011 (»Warum ich lieber gegen den Flow schwimme!«) und 2012 (»Zwischen|Welten: Atmosphären im Computerspiel.«) war ich ebenfalls mit einem Vortrag vertreten und habe diesmal dem »Mythos Kulturgut« streitbar auf den Zahn gefühlt. Zum Abschluss des Tages gab's dann noch eine gepflegt 6-Spieler-Runde »Spaceteam« (mit Katzen-DLC), bei der der Kulturstatus von Computerspielen mit einem lauten »regret career choice!« endgültig bestätigt wurde. Ich habe meinen Vortrag – modernes smart-device sei Dank! – aufgezeichnet und ein Video daraus gemacht:




Abstract


Computerspiele sind jetzt Kulturgut! Aber was sind überhaupt Computerspiele? Und warum sind Computerspiele hauptsächlich dann Kulturgut, wenn sie aussehen wie Literatur, Film oder Theater? Die Erhebung des Mediums zur bewahrungs- und förderungswürdigen Kultur scheint nur sehr oberflächlich vollzogen worden zu sein. Es hat sich ein gefährlicher Status Quo etabliert, in dem Computerspiele nur so lange »Interessant!« oder »Spannend!« sind, wie sie sich an gewohnte und harmlose Inhalte und Mechaniken halten. Sowohl Spielerschaft wie kritische Öffentlichkeit müssen Computerspiele neu denken und anders kritisieren, um dem Medium gerecht zu werden. Der Vortrag stellt sechs Thesen dazu auf, wie die Entwicklung von Computerspielen als Kulturgut gebremst und gefördert werden kann.

Character Info

Christian Huberts

Christian Huberts, Diplom-Kulturwissenschaftler, Jahrgang 1982, studierte »Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis« an der Universität Hildesheim.

Zur Zeit ist er freiberuflicher Redakteur für das Games-Bookazine WASD, kuratiert Texte auf piqd sowie tritt regelmäßig als Experte für digitale Spiele auf Kulturveranstaltungen auf. Er hat zuletzt an der GA Hochschule in Berlin doziert und den Game Studies-Sammelband »Zwischen|Welten: Atmosphären im Computerspiel« im vwh-Verlag herausgegeben. Daneben schreibt er für wissenschaftliche Publikationen, Kulturmagazine sowie Online-Zeitungen diverse Artikel über die Partizipation an virtuellen Welten und die Kultur von Computerspielen.

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